Ein Meisterwerk der Natur
Als eines der abschließenden Grenzgebiete der Neuen Welt stellt Patagonien eine abgelegene und unberührte Wildnis dar, die auf Erforscher und Abenteurer aller Altersklassen eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. Die schlichte natürliche Schönheit dieser spärlich bewohnten Landschaft und ihr raues, unfreundliches Klima, in dem nur die Härtesten überleben, machen Patagonien einzigartig.
Der portugiesische Forscher Ferdinand Magellan kam auf seinem Weg nach Indien 1520 nach Patagonien und man sagt, er habe die Region nach den großen Füßen der Eingeborenen benannt. Dank der Berichte seiner Besatzung und später auch derer von Sir Francis Drake wurde Patagonien als Land der Riesen bekannt und Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts stellte Punta Arenas, eine der Städte Patagoniens, einen Hauptanlegepunkt auf Handelsrouten um Südamerika herum dar bis zur Eröffnung des Panamakanals.
Die Hauptattraktion Patagoniens ist sehr wahrscheinlich der schönste Nationalpark Südamerikas und ein erstklassiges Wanderziel: Torres del Paine. Er ist nach den Atem beraubenden Granitspitzen benannt, die inmitten von Wäldern, Seen und Gletschern emporragen, und formt das Zuhause von Nandus, Kondoren, Flamingos, Falken und Berglöwen. Direkt südwestlich davon liegt ein weiterer Nationalpark, Bernardo O’Higgins, in dem Besucher entlang der eindrucksvollen Gletscher wandern und Kayak fahren können.
Kein Ort ist besser zum Beobachten von Pinguinen geeignet als Isla Magdalena und Seno Otway, wohin tausende Magellan-Pinguinpärchen während der Sommermonate zum Brüten ziehen. Neben Vulkankratern findet man im Nationalpark Pali Aike auch Höhlenmalereien aus der Steinzeit, wohingegen die Feuerlandinsel an der Südspitze Patagoniens eine ungezähmte Wildnis mit Bergen und Seen darstellt.
Patagoniens Hauptstadt ist die lebhafte Metropole Punta Arenas, die als Dreh- und Angelpunkt für Reisen entlang der Magellanstraße dient, und hat die Geschichte ihres postkolonialen Vermögens in Form opulenter Herrenhäuser des 19. Jahrhunderts bewahrt. Weitere Städte in der Region sind unter anderem Puerto Natales, das Tor zum Nationalpark Torres del Paine, die Goldrauschstadt Porvenir und die Stadt Puerto Williams, die den Titel der südlichsten Stadt der Welt für sich beansprucht.
Die besten Hotels in Patagonien befinden sich in Punta Arenas; nichtsdestotrotz hat auch Puerto Natales bezüglich einfacher, gemütlicher Unterkünfte viel zu bieten. Sogar der Nationalpark Torres del Paine kann dank der Luxushotels innerhalb seines Gebietes auf komfortablem Wege erkundet werden. Weitere ordentliche Hotels befinden sich in Porvenir oder Puerto Williams.
